Gundolfs Bibliothek

Freibeuter

Im Gegensatz zum Piraten, der ausschließlich auf eigene Rechnung arbeitet, ist ein Freibeuter ein Pirat mit „Lizenz zum Seeraub“. Bedingung dafür ist, dass er einen gewissen Anteil an seiner Beute dem ausstellenden Staat abgibt.

Bis ins 19. Jh. stellten die Regierungen der meisten Staaten Kaperbriefe aus, die die Inhaber berechtigten, auf See die Schiffe verfeindeter Nationen aufzubringen und auszurauben. Inhaber von Kaperbriefen wurden im Falle der Gefangennahme nicht als Piraten behandelt – in der Regel also gehängt – sondern als Kriegsgefangene. Welches Schicksal den gefangenen Freibeuter erwartete, kam darauf an, zu welcher Zeit er in Gefangenschaft geriet – oder wem er in die Hände fiel. Im Mittelalter oder im arabischen Raum und in Asien wurden Gefangene schon mal als Sklaven verkauft. Bei Gefangennahme durch eine europäische Macht im 18. Jh. konnten Kriegsgefangene damit rechnen, ausgetauscht zu werden, gegen Lösegeld freizukommen oder nach Beendigung der Feindseligkeiten einfach entlassen zu werden.

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